Expandierfähiges Polypropylen (EPP)

Elastisch, stoßsicher und besonders angenehm anzufassen ist der Schaumstoff EPP, der auf Basis von Polypropylen (PP) hergestellt wird. In unterschiedlichen Härtegraden sorgt er zum Beispiel in Turnschuhen, Autositzen oder auch Möbelstücken für eine weiche Landung - im Falle eines Falles. Beliebt ist EPP ebenfalls für hochwertige Thermoisolier- und Stoßfest-Verpackungen.

Suspensionsstabilisierung

Granuliertes Polypropylen wird zur Herstellung von EPP in Wasser dispergiert, das heißt fein verteilt und in Schwebe gehalten. Dadurch entsteht eine Suspension, also eine Mischung aus einem fein verteilten Feststoff (hier Polypropylen) in einer Flüssigkeit (hier Wasser). Die stabilisierende Eigenschaft der Budenheim Phosphate sorgt dafür, dass das suspendierte Granulat beim darauf folgenden Erhitzen nicht verklumpt.

Propylen wird im Unterschied zum Styrol im EPS-Prozess zunächst direkt polymerisiert und anschließend granuliert. Um das entstehende PP-Granulat expandierfähig zu machen, wird es unter Druck und bei erhöhter Temperatur in Wasser suspendiert und mit einem Treibmittel imprägniert. Nach diesem Schritt kann das anfallende EPP-Granulat analog zu den EPS-Perlen weiterverarbeitet werden. In entsprechende Hohlformen gefüllt, durch Temperaturerhöhung aufgeschäumt und verschweißt, entstehen EPP-Formteile, die besonders elastisch sind im Unterschied zu spröden EPS-Formteilen.

Phosphate von Budenheim dienen dabei als Stabilisatoren der Suspension. Die Polymeroberfläche wird durch die erhöhte Temperatur und den Kontakt mit dem Treibmittel zähklebrig. Nur durch den Phosphatzusatz kann ein Verkleben der PP-Partikel verhindert und eine zeitraubende und äußerst aufwendige Reinigung der Reaktoren umgangen werden. Budenheim Phosphate sind durch die hervorragende Qualität und die Konstanz ihrer chemischen und physikalischen Beschaffenheit besonders gut geeignet, um die sensiblen Abläufe im EPP-Prozess zu unterstützen, ohne nachteilige Effekte hervorzurufen.